Ehrenabend
Ehrenabend der Wasserwacht Weißenbrunn anlässlich des über 40-jährigen Bestehens der Ortsgruppe
Nach der Begrüßung und dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder durch den Vorstand Walter Bachmeier erinnerte dieser in seiner Ansprache an die Anfänge der Wasserwacht in Weißenbrunn. So wurde das Freibad in den 50-er Jahren erbaut und bis zum Sommer 1963 durch die Altdorfer Wasserwacht betreut. Die freundschaftlichen Kontakte, die daraus entstanden sind, reichen bis in die Gegenwart. Im September 1963 entschlossen sich die Kameraden Lamperle und Kounovsky, eine eigene Wasserwachtsabteilung ins Leben zu rufen. Im Protokoll der Badekommission vom 29.10.63 ist unter Punkt 2 zu lesen: Der Vorsitzende der neuen Abteilung ist der Herbergsvater Gustav Kounovsky. Die Badekommission hat beschlossen, dieser Abteilung als förderndes Mitglied beizutreten. Die Abteilung hatte damals 14 Mitglieder. Gründungsmitglieder waren Gustav Kounovsky, Stefan Höreth, Heinz Stritz, Hans Kellermann, Heinz Weber, Rudolf Kern, Heinz Brantl, Kurt Gerstacker, Fritz Tuschl, Horst Zürchauer. Am 01.12.1964 fand dann die Wahl der 1. Vorstandschaft statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Abteilung dann schon 27 Mitglieder. Ziel der Ortsgruppe war es „Weißenbrunn zum Dorf der Schwimmer“ zu machen. Daneben widmete man sich intensiv der Schwimmerausbildung für Schulkinder der Volksschulen Weißenbrunn, Gersdorf und Entenberg.
In einem Artikel d. Boten aus den 80-er Jahren war zu lesen, das „Naturbad gehört zu den schönsten im Landkreis“. Auch der Fremdenverkehrsverein Nürnberger Land warb mit dem Freibad und der nahe gelegenen Jugendherberge. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch immer mehr Träger aus der Verantwortung gezogen und so ist heute der alleinige Betreiber die Gemeinde Leinburg.
Im Laufe der Jahre erschien das Naturbad im neuen Kleid. Die Gemeine ließ nichts unversucht, den Badegästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. So wurde z. B. ein neuer Sprungturm errichtet, ein Haus für Umkleidekabinen, Verkaufsraum wurde neu gebaut. Das Wasser selbst, gespeist aus dem Überlauf des Hochbehälters, wurde laufend vom Gesundheitsamt Lauf überprüft. Zu dieser Zeit wurde auch die Tauchgruppe ins Leben gerufen. Vorstand war zu dieser Zeit Karlheinz Friedrich. Unter seinen Vorsitz fiel auch das 20-jährige und das 25-jährige Jubiläum.
In den 80-er Jahren waren die Mitglieder aber nicht nur im Sommer aktiv. Walter Bachmeier rief die legendären Faschingsveranstaltungen dieser Jahre in Erinnerung, zu denen die Dorfbevölkerung in Scharen strömte. In diesen Zeitraum fiel auch der Beginn der langjährigen Freundschaft mit der Ortsgruppe Waging mit gegenseitigen Besuchen. Neben den vergnüglichen Aktivitäten kümmerte sich die Ortsgruppe aber auch weiterhin um Aus- und Fortbildung. So fand wöchentliches Schwimmtraining statt, im Sommer im Freibad, im Winter, dank der kostenlosen Hallenbadbenützung, in Röthenbach. Auch absolvierten 8 Mitglieder die „große Sanitätsausbildung“.
Ab 1985 traten erste größere Probleme auf, verursacht durch die drohende Schließung des Bades durch das Gesundheitsamt wegen der praktizierten Handchlorung. Auch gab es Probleme bei der Bereitstellung des Bademeisters. Ab 1988 stellte dann die Gemeine Leinburg während der Woche den Bademeister, während die WW den Dienst an den Wochenenden übernahm. Walter Bachmeier wies darauf hin, dass es der Gemeinde hoch anzurechnen ist, dass sie als einziger der am Urvertrag von 1950 beteiligten Träger weiterhin zu ihrer Verantwortung steht, während Landkreis und Jugendherbergswerk aufgrund der damaligen Gebietsreform abgesprungen sind.
Im Jahr 1989, bereits unter der Leitung des jetzigen Vorstandes, wurde die bis heute überaus erfolgreiche Jugendgruppe ins Leben gerufen. Seit diesem Zeitpunkt führt die WW, vor allem unter großem Einsatz der Jugendlichen, die jährliche Waldsäuberungsaktion durch. Walter Bachmeier erinnerte nochmals an die ursprünglich 14 Mitglieder und freute sich, dass die WW derzeit 164 Mitglieder hat. Durch die finanzielle Situation der Gemeine ist derzeit an größere Umbaumaßnahmen im Freibad nicht zu denken. Auch die Besetzung des Dienstes am Wochenende wird durch vor allem durch das veränderte Freizeitverhalten zunehmend schwieriger.
Nach der Ansprache wurden folgende Mitglieder für 40-jährige Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden der Kreiswasserwacht, Arthur Schulz und den Vorstand der WW Weißenbrunn, geehrt:
Walter Zwittmeier, Erhard Liebel, Heinz Schwemmer, Manfred Pemsel, Karl Eckstein, Günther Zürchauer, Heinz Weber, Gustav Kounovsky, Rudolf Kern, Hans Kellermann, Stefan Höreth, Heinz Brantl, Erich Eckstein.
In Anerkennung für besondere Verdienste um die Wasserrettung und den Naturschutz wurde Walter Bachmeier mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.
Karlheinz Kunz und Werner Dickas erhielten die WW-Medaille in Gold für besondere Leistungen ausgehändigt. Die WW-Medaille in Silber wurde an Norbert Bigerl, Werner Kern und Rudolf Kuhn übergeben. Die Wasserwachtsmedaille in Bronze erhielt Dieter Bordihn.
Danach lud die Vorstandschaft die Geehrten und die aktiven Mitglieder der WW zum kalten Büfett ein, wo der Abend gemütlich ausklang. 2015 haben wir uns vorgenommen, unser 50-jähriges Bestehen gehörig zu feiern.